Stromfresser im Haushalt erkennen und dauerhaft abstellen

Rubrik
Ökologisch wohnen
Veröffentlicht am
03. März 2026
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Stromfresser im Haushalt erkennen und dauerhaft abstellen

Die Stromrechnung nennt eine Summe, aber keinen Verursacher. Wer wissen will, welche Geräte den Verbrauch treiben, kommt an einer eigenen Messung nicht vorbei. Ein Steckdosenzähler kostet zwischen 15 und 30 Euro und liefert die Antwort in wenigen Tagen.

Messen statt schätzen: das Wochenende mit dem Steckdosenzähler

Schließen Sie das Messgerät nacheinander an Kühlschrank, Router, Fernseher und Waschmaschine an und lassen Sie es jeweils volle 24 Stunden laufen. Notieren Sie die Kilowattstunden und rechnen Sie sie auf das Jahr hoch. Ein Kühlgerät von 2005 zieht häufig 300 bis 400 Kilowattstunden jährlich, ein aktuelles Modell derselben Größe bleibt unter 100.

Die ungeregelte Heizungsumwälzpumpe ist der klassische blinde Fleck. Sie läuft rund um die Uhr und kommt allein auf 400 bis 500 Kilowattstunden im Jahr.

Ein vergessenes Altgerät im Keller kostet oft mehr Strom als der gesamte bewusst genutzte Rest der Wohnung.

Grundlast finden: die stillen Verbraucher der Nacht

Die Grundlast messen Sie am einfachsten nachts. Schalten Sie alles ab, was abschaltbar ist, und beobachten Sie den Zählerstand über zwei Stunden. Typische Verursacher sind:

  • Router, Repeater und Empfangsboxen, die dauerhaft am Netz hängen;
  • Netzteile von Laptops und Akkuwerkzeugen, die in der Dose stecken bleiben;
  • ein zweiter Kühlschrank oder eine halbleere Gefriertruhe im Keller;
  • Zirkulationspumpen für Warmwasser ohne Zeitschaltuhr.

Austausch rechnen: wann ein neues Gerät die Umwelt entlastet

Ein Neukauf lohnt sich ökologisch erst, wenn die eingesparte Energie die Herstellung aufwiegt. Bei Kühl- und Gefriergeräten, die dauerhaft arbeiten, ist das oft nach drei bis fünf Jahren der Fall. Bei einem Fernseher oder Staubsauger, der wenige Stunden pro Woche läuft, praktisch nie.

Rechnen Sie deshalb mit Ihrer eigenen Messung: Jahresverbrauch mal Arbeitspreis ergibt die Ersparnis, Anschaffungspreis geteilt durch diese Ersparnis ergibt die Amortisationszeit. Alles jenseits von zehn Jahren ist kein Umweltargument, sondern ein Kaufwunsch.

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