Müll trennen im Alltag: vier Fehler, die die Recyclingquote drücken

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Ökologisch wohnen
Veröffentlicht am
14. Apr. 2026
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Müll trennen im Alltag: vier Fehler, die die Recyclingquote drücken

In Deutschland fallen jährlich rund 483 Kilogramm Siedlungsabfall pro Kopf an. Ob daraus Rohstoff oder Brennstoff wird, entscheidet sich in der Küche, nicht in der Sortieranlage. Vier Fehler tauchen dabei besonders häufig auf.

Verbundmaterialien trennen: der Joghurtbecher als Lehrstück

Ein Becher besteht aus Kunststoff, der Deckel aus Aluminium, die Banderole aus Pappe. Ineinandergesteckt erkennt die Nahinfrarotanlage nur das oberste Material und sortiert den Rest falsch. Getrennt eingeworfen landen alle drei Fraktionen dort, wo sie verwertet werden können.

Dasselbe gilt für Sichtfenster in Papierverpackungen und für Pumpspender aus mehreren Kunststoffarten.

Ausspülen ist nicht nötig, ausschaben genügt. Löffelrein reicht der Sortieranlage, und es spart Trinkwasser.

Die vier häufigsten Fehlwürfe

Diese Griffe kosten am meisten Verwertungsqualität:

  • Papier mit Fett- oder Speiseresten in die Papiertonne statt in den Restmüll;
  • Elektrokleingeräte und Akkus in die Restmülltonne statt zur Sammelstelle;
  • Biomüll in Plastiktüten, die sich in der Vergärungsanlage nicht auflösen;
  • Glas nach Farben unsortiert, wobei Blau und Grün zusammengehören.

Abfall vermeiden: die Stufe vor der Trennung

Die beste Tonne ist die, die halb leer bleibt. Mehrwegbehälter für den Einkauf an der Theke, Nachfüllpackungen für Reinigungsmittel und Leitungswasser statt Kistenschleppen senken das Volumen ohne Komfortverlust.

Ein einfacher Test: Stellen Sie eine Woche lang alle Verpackungen auf den Küchentisch, statt sie sofort zu entsorgen. Am Sonntag sehen Sie, welches Produkt die meiste Hülle mitbringt. In den meisten Haushalten sind es Getränke, Fertiggerichte und einzeln verpacktes Obst. Genau dort setzt eine wirksame Veränderung an, nicht bei der Frage, ob die Zahnpastatube in den Gelben Sack darf.

Wer unsicher ist, findet die verbindliche Zuordnung bei seinem kommunalen Entsorger. Die Regeln unterscheiden sich von Landkreis zu Landkreis, etwa bei Biotüten, Kunststoffdeckeln oder Kartonagen. Ein Blick in das Abfall-ABC der eigenen Gemeinde klärt die meisten Zweifelsfälle in zwei Minuten.

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