Heizkosten senken ohne Sanierung: was im Altbau wirklich zählt
- Rubrik
- Ökologisch wohnen
- Veröffentlicht am
- 19. März 2026
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Nicht jeder Haushalt kann sanieren. Mieterinnen und Mieter schon gar nicht. Zwischen Nichtstun und Fassadendämmung liegt jedoch ein breites Feld an Maßnahmen, die spürbar wirken und wenig kosten.
Heizkurve und Vorlauftemperatur: die größte Stellschraube
Viele Heizungen laufen mit einer Vorlauftemperatur von 70 Grad, obwohl 55 Grad genügen würden. Jedes Grad weniger senkt den Verbrauch um etwa ein Prozent. Prüfen Sie an einem kalten Tag, ob alle Räume noch warm werden, und tasten Sie sich in Schritten von zwei Grad nach unten.
Ein hydraulischer Abgleich verteilt das Heizwasser anschließend gleichmäßig auf alle Heizkörper. Er kostet je nach Wohnungsgröße einige hundert Euro und spart typischerweise 5 bis 15 Prozent Heizenergie.
Ein Heizkörper, der oben heiß und unten kalt bleibt, meldet Luft im System. Entlüften dauert zwei Minuten und wirkt sofort.
Wärme im Raum halten: die kleinen Maßnahmen mit Wirkung
Diese Eingriffe brauchen kein Handwerksunternehmen und rechnen sich meist innerhalb einer Heizperiode:
- Dichtungsband an Fenster- und Türfalzen mit spürbarem Zug;
- Reflexionsfolie hinter Heizkörpern an Außenwänden;
- Rollläden und Vorhänge bei Dunkelheit konsequent schließen;
- Heizungsrohre in unbeheizten Kellern mit Dämmschalen ummanteln.
Lüften und Feuchte: Schimmel vermeiden, Energie sparen
Gekippte Fenster kühlen die Laibungen aus und tauschen kaum Luft. Drei- bis viermal täglich fünf Minuten Querlüften mit weit geöffneten Fenstern erneuert die Raumluft, ohne die Wände auszukühlen.
Ein Hygrometer für wenige Euro zeigt, ob die Luftfeuchte im Bereich zwischen 40 und 60 Prozent bleibt. Feuchte Luft fühlt sich kälter an und verleitet dazu, die Heizung höher zu drehen. Wer die Feuchte im Griff hat, kommt mit ein bis zwei Grad weniger Raumtemperatur aus, und genau dort liegt die eigentliche Ersparnis.