Biodiversität im Vorgarten fördern: heimische Pflanzen statt Schotter

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Natur & Ressourcen
Veröffentlicht am
13. Mai 2026
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Biodiversität im Vorgarten fördern: heimische Pflanzen statt Schotter

Ein Vorgarten misst oft weniger als zwanzig Quadratmeter. Zusammengenommen ergeben diese Flächen in Deutschland dennoch ein Netz, das für Insekten und Kleintiere über Stadtgrenzen hinweg funktioniert, wenn die richtigen Pflanzen darin stehen.

Heimische Arten wählen: die Nahrungsgrundlage vieler Insekten

Viele Wildbienenarten sind auf bestimmte Pflanzengattungen spezialisiert und können mit exotischen Zuchtsorten nichts anfangen. Gefüllte Blüten sind für Bestäuber praktisch wertlos, weil die Staubblätter zu Blütenblättern umgezüchtet wurden.

Wer Glockenblume, Natternkopf, Wiesensalbei, Wilde Möhre und Färber-Hundskamille setzt, deckt eine lange Blühzeit ab. Ergänzt um Weide, Schlehe und Efeu entsteht Nahrung von März bis in den Oktober.

Ein einziger blühender Efeu an einer Hauswand ernährt im Oktober mehr Insekten als der ganze Sommerbalkon davor.

Struktur schaffen: Nahrung allein genügt nicht

Tiere brauchen zusätzlich Deckung, Nistplätze und Wasser:

  • offene Sandflächen und unversiegelte Ecken für bodennistende Wildbienen;
  • Totholz und ein Laubhaufen in einer ruhigen Ecke für Igel und Käfer;
  • eine flache Wasserschale mit Steinen als Ausstiegshilfe;
  • Durchgänge im Zaun von etwa zehn Zentimetern für wandernde Igel.

Pflege umstellen: weniger Aufwand, mehr Leben

Schotterflächen mit Folie darunter heizen sich stark auf, speichern kein Wasser und bieten nichts. In mehreren Bundesländern sind sie inzwischen unzulässig, weil Bauordnungen begrünte Vorgärten verlangen.

Eine artenreiche Fläche verlangt weniger Arbeit als Rasen, aber eine andere: einmal jährlich mähen und das Mahdgut abtransportieren, damit der Boden magerer wird. Lassen Sie Stauden über den Winter stehen. In den hohlen Stängeln überwintern Insekten, und Samenstände ernähren Vögel bis in den Februar.

Sprechen Sie zudem mit den Nachbarn. Zwei oder drei verbundene Gärten bilden für Wildbienen einen deutlich besseren Lebensraum als eine einzelne blühende Insel zwischen versiegelten Flächen. Reichweite entsteht hier durch Nachbarschaft, nicht durch Quadratmeter.

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